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Drahtlos Daten übertragen

WLAN
DECT
IrDA
Bluetooth®

Für die drahtlose Datenübertragung über kurze Distanzen gibt es eine ganze Reihe von Technologien. Verschiedene Lösungen treten an, um den Anwender endlich vom Kabelwirrwarr zu befreien: z.B. Infrarot (IrDA), IEEE 802.11 (WLAN), HomeRF, HiperLAN, DECT und Bluetooth®. Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Technologien und begründen die besondere Bedeutung von Bluetooth® für die drahtlose Datenübertragung.

In Europa sind vor allem WLAN, DECT, IrDA und Bluetooth® von Bedeutung. HomeRF, gewissermaßen eine Kombination von DECT für Sprache und WLAN für Daten, ist zwar in den USA weit verbreitet (auch als Äquivalent zum europäischen DECT-Standard für drahtlose Telefonie), in Europa aber weder im Telefonie- noch im Netzwerk-Bereich wirklich präsent. Auch der europäische Standard HiperLAN/2, der aus dem Mobilfunkbereich kommt und technisch durchaus Vorteile gegenüber WLAN aufweist, konnte sich gegen dieses (bisher) nicht durchsetzen.

WLAN (Wireless LAN - drahtloses lokales Netzwerk) kommt vor allem für die drahtlose Vernetzung von Rechnern über kurze bis mittlere Entfernungen zum Einsatz. Ein sogenannter Access Point versorgt die Geräte im Netz mit Daten. Theoretisch können dabei 1,5 km überbrückt werden, in der Praxis betragen die erzielbaren Reichweiten ca. 30 m in Gebäuden und 300 m im Freien. Die erreichbaren Datenraten sind von den jeweiligen WLAN-Ausprägungen (IEEE 802.11 a bis i) abhängig, am häufigsten wird heute WLAN 802.11b mit Datenraten von bis zu 11 Mbit/s eingesetzt; für Multimediaanwendungen dagegen meist 802.11g mit bis zu 54 Mbit/s. Außerhalb des Netzwerkbereiches ist WLAN wenig verbreitet - nicht zuletzt wegen seines hohen Stromverbrauchs und der hohen Störanfälligkeit. WLAN ist anders DECT oder Bluetooth® nicht echtzeitfähig und deshalb für die Sprachkommunikation weniger gut geeignet.

Im Gegensatz zu WLAN ist DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommucations) mit seinen beschränkten Datenraten (24-552 kBit/s) nicht für den Netzwerkbereich konzipiert, sondern kommt, wie der Name schon sagt, vor allem in der drahtlosen Telekommunikation zum Einsatz. Die Reichweite von DECT beträgt in Gebäuden standardmäßig nicht mehr als 50 m, im Freien ca. 300m. Zwar ist DECT unter Experten auch als mögliche Kabelersatz-Alternative zu Bluetooth® im Gespräch - wie dieses weist DECT Echtzeitfähigkeit, geringe Störanfälligkeit und einen niedrigen Energieverbrauch auf. Höhere Herstellungskosten, mäßige Bandbreiten und vor allem die geringere Flexibilität in den Anwendungsbereichen sprechen aber eher gegen eine flächendeckende Verwendung für die Datenkommunikation. So ist anzunehmen, dass der vorrangige Einsatzbereich von DECT weiterhin vor allem auf die drahtlose Sprachkommunikation beschränkt bleiben wird.

Auch IrDA - die Datenübertragung über Infrarot nach dem Standard der "Infrared Data Association" - wird langfristig in der Datenkommunikation immer mehr an Bedeutung verlieren. Zwar ist IrDA heute noch das wohl am meisten verbreitete System zur drahtlosen Kommunikation zwischen Consumergeräten (die meisten Notebooks und Mobiltelefone verfügen über eine IrDA-Schnittstelle), aber es hat doch gravierende Nachteile gegenüber der Konkurrenz, vor allem gegenüber Bluetooth®: Reichweite und Datenrate sind zu niedrig. Bei guten Lichtverhältnissen überbrückt das Infrarot-Signal etwa einen Meter - meist weniger. Daten werden mit max. 115,2 kbit/s übertragen. Nach dem neueren, wenig verbreiteten FIR-Standard (Fast IR) sollen bis 4 Mbit/s möglich sein - aber auch hier ist eine direkte Sichtverbindung Voraussetzung, die Störempfindlichkeit ist hoch und ein Schutz gegen Abhören (Verschlüsselung) ist nicht möglich. IrDA dürfte daher wohl in absehbarer Zeit von Bluetooth® verdrängt werden. Das zeigt nicht zuletzt die wachsende Anzahl von Bluetooth®-Handys - durch Mobiltelefone erlangte ja IrDA einst seine hohe Verbreitung.

Bluetooth® arbeitet wie WLAN im lizenzfreien ISM-Netz und erreicht bei Reichweiten bis zu 100 m Datenraten bis 2,2 Mbit/s (siehe "Was kann Bluetooth®"). Im Gegensatz zu DECT ist Bluetooth® nicht nur für die Sprachkommunikation, sondern auch für Datenübertragungen geeignet. Die Technologie tritt dabei aber nicht in unmittelbare Konkurrenz zum Netzwerkstandard WLAN. Ursprünglich als reiner Kabelersatz konzipiert, spielt sie vor allem ihre Stärke als unkomplizierte und schnelle 'End-to-End'-Schnittstelle für den Datenaustausch zwischen verschiedensten Geräten aus. Mit Bluetooth® kann man Peripheriegeräte, Handys, PDAs oder Digitalkameras mit dem PC verbinden, serielle Kabelverbindungen ersetzen oder Maschinen fernsteuern.

Was Bluetooth® gegenüber anderen Funktechnologien, vor allem gegenüber WLAN, auszeichnet, ist der geringe Energiebedarf. Im Standby-Betrieb liegt der Verbrauch in der Regel deutlich unter 0,3 mA, bei der Datenübertragung 0,3 bis 30 mA. Bluetooth®-Chips können zudem platzsparend und preisgünstig produziert werden. Nicht zuletzt ist Bluetooth® sehr einfach in der Anwendung: Die Verbindungsaufnahme erfolgt automatisch, und es muss in der Regel nichts konfiguriert werden.

Bluetooth® kann sehr leicht in neue oder bestehende Produkte integriert werden. Bluetooth®-Adapter dienen der Nachrüstung von PCs, Notebooks oder anderen Geräten mit passender Schnittstelle (USB oder RS-232). So können zum Beispiel mit LinTechs Bluetooth® RS-232 Adapter problemlos kabellose Verbindungen zwischen Geräten mit serieller Schnittstelle, z.B. Messgeräten, Modems, Druckern oder PCs, und anderen Bluetooth-fähigen Geräten hergestellt werden. Aufwändiges Verkabeln für das Auslesen von Daten oder die Fern­steuerung von Anlagen und Systemen ent­fällt, der Einrichtungsauf­wand ist minimal. Auf den betreffenden Geräten müssen weder Treiber noch Software installiert werden - die komplette Bluetooth®- Software ist bereits im Adapter integriert. Für industrielle Anwendungen bietet LinTech seine Bluetooth® OEM Module an, mit denen Hersteller ihre Produkte kostengünstig mit Bluetooth®-Funktionalität ausstatten können

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